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Eine nahende Prüfung kann uns ganz schön nervös machen. Es braucht weder einen besonders komplexen Prüfungsstoff noch eine schlechte Vorbereitung, damit uns der Schweiß auf der Stirn steht und die Hände zittrig werden. Oft reicht bereits der Gedanke an die bevorstehende Prüfungssituation aus, um ein mulmiges Bauchgefühl auszulösen.

Die Gedanken schwirren durch den Kopf: Was, wenn genau das drankommt, was ich nicht gelernt habe? Was, wenn ich einen Blackout habe? Und was, wenn ich versage? Je näher der Termin rückt, desto imposanter scheint die zu bewältigende Aufgabe.

Dabei ist ein gewisses Maß an Nervosität völlig normal. Unser Körper reagiert auf eine bevorstehende Challenge: Wir werden aufmerksamer, der Puls steigt und wir sind wacher. Problematisch wird es erst, wenn die Anspannung so groß wird, dass sie uns bei der Prüfung oder im schlimmsten Fall bereits beim Lernen blockiert.

Was können wir gegen Prüfungsangst tun?

Prüfungsangst und Nervosität lassen sich nicht einfach auf Knopfdruck ausschalten. Folgende Strategien können aber bereits dabei helfen, der nächsten Prüfung etwas selbstbewusster entgegenzutreten:

  • Das Unbekannte kennenlernen: Informiert euch frühzeitig über den Prüfungsort sowie die Anreise und behaltet den bevorstehenden Ablauf und die Zeit im Blick. Je weniger Überraschungen warten, desto weniger Raum bleibt für Sorgen.
  • Den Lernweg finden: Lesen, schreiben, laut erklären oder Übungsfragen beantworten – probiert aus, womit ihr euch Inhalte am besten merkt. Besonders hilfreich sind kleine Probeprüfungen, denn so trainiert ihr nicht nur, Wissen abzurufen, sondern auch die konkrete Prüfungssituation.
  • Negative Gedanken hinterfragen: Aus „Dieses Kapitel kann ich noch nicht“ wird schnell „Ich kann gar nichts“. Versucht, solche Gedanken bewusst durch realistischere zu ersetzen: „Ich habe mich vorbereitet und gebe mein Bestes.“
  • Pausen einlegen: Lernpausen und Bewegung helfen dabei, den Kopf freizubekommen. Ein Spaziergang oder etwas Sport können deshalb genauso zur Prüfungsvorbereitung gehören wie die nächste Lerneinheit.
  • Rechtzeitig Schluss machen: Legt am Vorabend alles Benötigte bereit und dann ab ins Bett! Ein nächtlicher Lernmarathon ist meist nicht so zielführend wie ausreichend Schlaf.
  • Am Prüfungstag: Steht früh auf, um Zeitdruck zu vermeiden. Esst – auch wenn euch flau im Magen ist – eine Kleinigkeit und plant ausreichend Zeit für die Anreise ein.
  • Die Prüfung meistern: Bei schriftlichen Prüfungen verschafft euch zuerst einen Überblick und beginnt möglichst mit einer einfachen Aufgabe. Bei mündlichen Prüfungen dürft ihr nachfragen, wenn etwas unklar ist.
  • Was tun bei einem Blackout? Nicht in Panik geraten. Langsam einatmen, bis vier zählen und kontrolliert wieder ausatmen. Dann mit dem beginnen, was euch zum Thema einfällt. Oft kommt das Wissen zurück, sobald ihr wieder ins Sprechen oder Schreiben findet.

 

Prüfungsangst lässt sich vielleicht nicht vollständig vermeiden. Mit guter Vorbereitung, den passenden Lernstrategien und einem bewussten Umgang mit der eigenen Nervosität könnt ihr der nächsten Prüfung aber deutlich selbstbewusster entgegentreten.

 

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