...

Ende Oktober werden die Uhren wieder um eine Stunde zurückgestellt. Zwar dürfen wir die Sonne morgens dadurch vorübergehend etwas früher begrüßen, doch die Tage werden weiterhin kürzer und das Tageslicht zunehmend knapper.

Für Sonnenliebhaber*innen und Morgenmuffel beginnt damit jedes Jahr dieselbe Herausforderung: Der Wecker klingelt, draußen ist es noch dunkel und das warme Bett erscheint plötzlich besonders verlockend.

Wer morgens nur schwer in die Gänge kommt, kennt oft auch die Folgen. Die Müdigkeit begleitet uns auf dem Weg zur Arbeit, die Konzentration lässt zu wünschen übrig und selbst einfache Aufgaben fühlen sich anstrengender an als gewöhnlich. Kaffee oder Energydrinks versprechen schnelle Abhilfe, doch spätestens wenn die Wirkung nachlässt, meldet sich die Erschöpfung zurück.

Aber warum fällt uns das Aufstehen im Herbst und Winter eigentlich schwerer?

Unser Körper orientiert sich unter anderem am natürlichen Wechsel zwischen Hell und Dunkel. Tageslicht hilft dabei, unsere innere Uhr zu steuern und wach zu werden. Fehlt morgens das Licht, kann es länger dauern, bis wir richtig in Schwung kommen.

Zum Glück gibt es einige einfache Möglichkeiten, dem winterlichen Müdigkeitstief entgegenzuwirken.

  • Den Morgen schon am Vorabend erleichtern: Ausreichend Schlaf bleibt die wichtigste Grundlage. Wer Kleidung, Tasche und Frühstück bereits am Abend vorbereitet, spart morgens wertvolle Minuten und vermeidet unnötigen Stress.
  • Schluss mit der Schlummertaste: Noch fünf Minuten, dann nochmal fünf und schließlich zehn. Das wiederholte Einschlafen macht das Aufstehen häufig nicht leichter. Besser ist es, den Wecker möglichst realistisch zu stellen und tatsächlich aufzustehen, sobald er klingelt.
  • Licht ins Dunkel bringen: Wer morgens kaum Tageslicht abbekommt, kann einen Tageslichtwecker ausprobieren, der den Sonnenaufgang simuliert. Auch ein kurzer Aufenthalt im Freien, sobald es hell ist, unterstützt unseren natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus.
  • Raus aus dem Winterschlaf: Gerade bei niedrigen Temperaturen verbringen wir gerne mehr Zeit auf der Couch. Dabei kann regelmäßige Bewegung helfen, Stress abzubauen und die Schlafqualität zu verbessern. Ob Spaziergang, Radfahren oder Fitnessstudio – entscheidend ist, aktiv zu bleiben.
  • Koffein mit Bedacht genießen: Der dritte Kaffee ersetzt keine erholsame Nacht. Besonders am späten Nachmittag oder Abend kann Koffein unseren Schlaf beeinträchtigen und damit die Müdigkeit am nächsten Tag zusätzlich verstärken.
  • Pausen bewusst nutzen: Wer den ganzen Arbeitstag am Schreibtisch verbringt, sollte zwischendurch aufstehen, sich strecken oder ein paar Minuten an die frische Luft gehen. Schon kleine Unterbrechungen können helfen, wieder konzentrierter weiterzuarbeiten.
Herbstspaziergang – Symbolbild

Bleibt die Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf dauerhaft bestehen, kann es sinnvoll sein, mögliche Ursachen, wie einen Vitamin-D-Mangel, ärztlich abklären zu lassen.

Natürlich machen diese Tipps aus einem überzeugten Morgenmuffel nicht über Nacht einen Frühaufsteher. Aber oft sind es gerade die kleinen Veränderungen, die unseren Alltag spürbar erleichtern.

 

Zum Inhalt springen